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Mietrecht : „Wie siehtÂ’s denn hier im Treppenhaus aus?”
22.03.2009 15:09 (2785 x gelesen)

„ Wie sieht’s denn hier im Treppenhaus aus?“:
So stoppen Sie die Deko-Wut Ihrer eifrigen Mieterin

Der Osterkranz an der Wohnungseingangstür oder die Kakteensammlung auf dem Fensterbrett im Hausflur:
Darf der Mieter das?
Nein, das Gestaltungsrecht des Mieters hat außerhalb seiner Wohnung seine Grenzen.
Er darf nicht im Hausflur, im Eingangsbereich oder woanders auf dem Grundstück zahlreiche üppige
Gestaltungs- und Blumenschmuck-Arrangements anbringen.
 
Das Gestaltungsrecht Ihrer Mieter endet an ihrer Wohnungseigangstür.
Das zählt nichtmehr zum vertragsgemäßen Gebrauch der Mietsache und ist deswegen unzulässig.
Fundstelle: AG Münster, Urteil v. 31.07.2008, 38 C 1858/08,WM 2008, S. 664

Blumentöpfe müssen in der Wohnung bleiben.
Eine Erdgeschoss-Mieterin in einem Mehrparteienhaus hatte zahlreiche „Verschönerungsaktionen“ gestartet:
Auf dem Treppenabsatz vor der Haustür hatte sie Blumentöpfe und andere Deko-Gegenstände aufgestellt. Ebenso im Vorgarten. Eine türkisfarbene alte Nähmaschine im Vorgarten brachte dann das Faß zum Überlaufen. Ebenso die neuen Lampen im Hausflur. Die „alten“ hatte sie abmontiert und dafür eigene – aus ihrer Sicht schönere – Lampen installiert.
 
Vorgarten und Treppenhaus:
Beides dürfen nur Sie „zieren“. Vor ihre eigene Wohnungstür legte sie eine Fußmatte in Form der amerikanischen Flagge aus. Die anderen Mieter, sowie der Vermieter zeigten sich von den exzessiven „Verschönerungsaktionen“ wenig begeistert. Jeder Mieter hat an Gemeinschaftsflächen nur ein anteiliges Benutzungsrecht.
 
An Gemeinschaftsflächen besteht für die Mieter nur ein Mitbenutzungsrecht. Lebt ein Mieter dies allerdings exzessiv aus, kommt das einer unerlaubten Alleinnutzung gleich. Für die anderen Mieter bleibt dann gar kein Raum mehr für die Mitbenutzung. Das ist in einem Mehrparteienhaus unzulässig, weswegen die selbst ernannte „Dekorateurin“ alles bis auf die Starsand-Stripes-Fußmatte wieder einsammeln musste. Selbst die „alten“ Lampen musste sie wieder an die Wand montieren.
 
Quelle: ISTA


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