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Mietrecht : Gesetzesreform bringt Steuerentlastungen bei haushaltsnahen Dienst- und Handwerk
22.03.2009 15:01 (2591 x gelesen)

Gesetzesreform bringt Steuerentlastungen
bei haushaltsnahen Dienst- und Handwerkerleistungen

Seit dem 1. Januar 2009 können bis zu 20 Prozent der Aufwendungen für Handwerker und haushaltsnahe Dienstleistungen steuerlich geltend gemacht werden. Das bringt Vorteile, aber auch neue Aufgaben für Vermieter und Verwalter.
Mit der Neuregelung des § 35a EStG hat die Bundesregierung die Steuerabzugsregelungen im Bereich des privaten Haushalts deutlich verschlankt und entbürokratisiert. Aufwendungen für haushaltsnahe Dienstleistungen sowie Arbeitskosten für Renovierungs-, Erhaltungs- und Modernisierungsmaßnahmen können nun einheitlich mit jeweils 20 Prozent von der Einkommensteuer abzogen werden. Voraussetzung ist, dass die Beträge nicht bar bezahlt werden.

Entlastung um bis zu 4.000 Euro jährlich bei Dienstleistungen

Der Gesetzgeber unterscheidet drei „Leistungsgruppen“ und differenziert bei der Art der Beschäftigung:
Bei geringfügig Beschäftigten im Haushalt („400-Euro-Jobs“, „Leistungsgruppe 1“) beträgt die Höchstgrenze der Förderung wie bisher 510 Euro. Bei sozialversicherungspflichtigen Beschäftigungsverhältnissen und haushaltsnahen Dienstleistungen wie der Hausreinigung oder Gartenarbeiten („Leistungsgruppe 2“) wurde der Höchstbetrag dagegen deutlich angehoben.

Statt 600 beziehungsweise 2.400 Euro können jetzt bis zu 4.000 Euro der Arbeitskosten (Lohn- und Fahrtkosten), nicht aber Materialkosten steuerlich geltend gemacht werden.

Auch die Förderbeträge für Renovierungs- und Modernisierungsmaßnahmen („Leistungsgruppe 3“) wurden kräftig erhöht: Der bisherige Steuerbonus von 600 Euro auf Arbeitskosten wird auf 1.200 Euro verdoppelt. Der Abzug von der Einkommenssteuer ist nur dann nicht möglich, wenn es sich um Maßnahmen aus dem CO2-Gebäudesanierungsprogramm der KfW-Förderbank handelt.

Mehraufwand für Verwalter und Vermieter bei der Abrechnung

Um die Steuervergünstigungen gemäß § 35a EStG geltend machen zu können, müssen die entfallenden Arbeitskosten entweder in der Betriebskostenabrechnung separat abgerechnet und ausgewiesen oder durch eine Bescheinigung des Verwalters beziehungsweise des Vermieters nachgewiesen werden. Dies bedeutet einen erheblichen Mehraufwand, der mit der Anzahl der Hausnebenkosten steigt. „Egal ob Hausmeister, Reinigungskräfte, Gärtner, Wartung der Heizungsanlage oder Schornsteinfeger: All diese Arbeitskosten können gesondert und anteilig in der Betriebskostenrechnung aufgeführt werden“, erklärt Ralf Schäfer, Produktmanager bei ista. So erhalten Mieter oder Wohnungseigentümer eine übersichtliche Aufstellung ihrer anteiligen Arbeitskosten und Aufwendungen, die sie als Bescheinigung gegenüber dem Finanzamt nutzen können“, so Schäfer weiter.
 
Verwalter können indes für den Mehraufwand beim Arbeitskostenausweis laut aktueller Rechtssprechung ein gesondertes Honorar verlangen. Das Landgericht Düsseldorf hat der Verwalterin einer Eigentumsanlage Recht gegeben, die für die Erstellung einer Bescheinigung über die Höhe der haushaltsnahen Dienstleistungen einen Betrag von 25 Euro in Rechnung stellte (Beschluss vom 8. Februar 2008, Az. 19 T 489/07).
 
Quelle: ISTA


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