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Mietrecht : Hohe Dunkelziffer bei Mietnomaden
28.12.2008 14:21 (2553 x gelesen)

Hohe Dunkelziffer bei Mietnomaden

Die Eigentümerschutz-Gemeinschaft Haus und Grund weist den Vorwurf des Deutschen Mieterbundes (DMB) zurück, das Phänomen des Mietnomadentums werde dramatisiert. Allein die Zahl der polizeilich erfassten Fälle sei rückläufig, die Dunkelziffer allerdings weiter hoch.

Mietnomaden sind Personen, die vorsätzlich Mietverhältnisse begründen mit der Absicht, keine Miete zu zahlen und teilweise die Räume verwüstet hinterlassen. "Wir sagen stets, dass Mietnomaden statistisch keine herausragende Rolle spielen", sagte Haus und Grund-Generalsekretär Andreas Stücke in einer Pressemitteilung. "Allerdings muss der DMB endlich zur Kenntnis nehmen, dass Mietnomaden bei privaten Vermietern Schäden von durchschnittlich 30.000 Euro verursachen und damit existenzvernichtend sind."


Vermieter brauchen mehr Unterstützung von Justiz

Der Deutsche Mieterbund beziehe sich in seiner Kritik auf Aussagen der Bundesregierung, wonach Fälle von Mietnomadentum rückläufig sind. Allerdings sinke nur die Zahl polizeilich erfasster Fälle von Mietnomadentum. Der DMB sagte, die von der Rechtsordnung vorgesehenen Möglichkeiten, gegen säumige Mietzahler vorzugehen, seien ausreichend und wirksam. Einsparungen bei der Justiz führten mittlerweile jedoch dazu, dass sich betroffene Vermieter von den Staatsanwaltschaften wenig Hilfe erwarteten, so Haus und Grund. Deshalb könne man von einer hohen Dunkelziffer bei den Fällen von Mietnomadentum ausgehen.
"Es wird höchste Zeit, dass den Mietnomaden durch entsprechende Änderungen der Zivilprozessordnung das Leben schwerer gemacht wird. Die Bundesregierung sollte sich nicht durch geschönte Zahlen selbst betrügen", so Stücke.

Tipp:

In Datenbanken können Vermieter meist gegen eine Gebühr recherchieren, ob ihr Mietinteressent schon einmal negativ aufgefallen ist. Eine mögliche Anlaufstelle dafür ist beispielsweise die "Schufa". Außerdem können Sie den Mietinteressenten nach der Adresse des alten Vermieters befragen und sich dort erkundigen, ob der Mieter überhaupt unter diesem Namen bekannt ist und welche Erfahrungen mit ihm gemacht wurden - vor allem in Bezug auf die Zahlungsmoral.

Quelle: Meine Immobilie (Redmark)


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