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Mietrecht : Aktuelle Mietpreise: Vermieten etwa auch Sie zu billig?
03.10.2009 19:57 (3156 x gelesen)

Aktuelle Mietpreise: Vermieten etwa auch Sie zu billig?

Ob Sie ein Billig-Vermieter oder bereits ein Mietwucherer sind, regelt die Marktmiete.
Doch wo liegt die? Orientiert man sich an den existierenden Mietspiegeln, bewegt die sich in Deutschland
derzeit irgendwo zwischen 3,50 und 9,99 €.
In welchen Regionen Vermieten noch dank schöner Renditen Freude macht, hat jetzt das Hamburger Forschungsunternehmen F+B analysiert.
Was unterscheidet einen Vermieter aus München von einem Vermieter aus Brandenburg an der Havel?
Es sind saftige 6,49 € pro mË› im Monat, die der Münchner Vermieter pro mË› mehr in der Tasche hat.
Während sich nämlich der Münchner über eine durchschnittliche Miete von 9,99 EUR pro mË› für
seine 65-mË›-Wohnung in mittlerer Lage und mit mittlerer Ausstattung freuen kann, muss sich der
Vermieter aus Brandenburg an der Havel mit 3,50 € pro mË› zufrieden geben.


Fast alle deutschen Großstädte haben einen Mietspiegel

Zwischenzeitlich gibt es in 75 % aller Städte mit 50.000 bis 100.000 Einwohnern einen Mietspiegel.
In Städten mit 100.000 bis 500.000 Einwohnern sind es sogar 87 %.
Von 13 deutschen Großstädten mit mehr als 500.000 Einwohnern verfügen, bis auf Bremen und Hannover,
sogar alle über Mietspiegel. Hannover wird im nächsten Jahr erstmals einen Mietspiegel veröffentlichen.
 

Sie können schon im Mietvertrag Ihre künftige Miethöhe regeln

Für Sie bedeutet das: Bei einer Mieterhöhung kommen Sie kaum mehr am Mietspiegel vorbei, es sei denn,
Sie vereinbaren gleich bei Mietvertragsabschluss eine Staffel- oder Indexmiete oder können sich mit Ihrem
Mieter während des laufenden Mietverhältnisses auf eine Miethöhe einigen.
Wer das versäumt hat, muss dennoch nicht bis in alle Ewigkeit auf seiner einmal vereinbarten Miete sitzen
bleiben: Nach § 558 ff. BGB können Sie als Wohnungsvermieter Ihre Miete der ortsüblichen Vergleichsmiete
anpassen.
 

Der Mietspiegel hilft bei der Suche nach der richtigen Miethöhe

Allerdings müssen Sie erst einmal herausfinden, wie hoch die ortsübliche Miete liegt.
Dabei hilft Ihnen der Mietspiegel. Am Mietspiegel können Sie sich also nicht nur beim Mietvertragsabschluss
orientieren, sondern er ist anerkanntermaßen auch bei Mieterhöhungen im laufenden Mietverhältnis das verlässlichste und obendrein günstigste Begründungsmittel.
 

Tipp:

Liegen Sie mit Ihrer Miete unter der ortsüblichen Vergleichsmiete, können Sie Ihre Miete innerhalb von 3 Jahren
um maximal 20 % anheben. Allerdings müssen Sie dem Mieter nachweisen, dass Sie tatsächlich mit Ihrer
derzeitigen Miete unter der ortsüblichen Miete liegen.
Dazu hat Ihnen der Gesetzgeber 4 Begründungsmittel mit auf den Weg gegeben:
Den Mietspiegel, mindestens 3 Vergleichswohnungen, ein Sachverständigengutachten oder ein Auszug
aus einer Mietdatenbank.
 
Quelle: www. meineimmobilie.de
 


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